Donnerstag, 3. Mai 2012

Laktosefrei ist nicht gleich milcheiweißfrei

Laktosefrei ist nicht gleich milcheiweißfrei

Milchzucker = Laktose (Lactose)
Milcheiweiß = Milchprotein


Laktose aus Milch enthält die Information von Milch.
Das Milcheiweiß ist das zentrale Problem (vgl. den Abschnitt über Milch in den Potamos-Büchern Acidose-SelbstMassage und Acidose-NaturKüche) bei der Entstehung von acidotischen Lymphblockaden.

In den letzten Jahren hat sich in der Medizin die Erkenntnis verbreitet, dass Milch und Milchprodukte von relativ vielen Patienten schlecht vertragen werden.

Als Ursache hat man den Milchzucker ausgemacht. Tests mit der Gabe von hohen Dosen Milchzucker bestätigten bei einigen Patienten die geringe Verträglichkeit bzw. völlige Unverträglichkeit. Man testete auch die Verträglichkeit einer milchzuckerfreien Milch (nicht durch Entzug der Laktose, sondern durch Abbau des Milchzuckers aufgrund der Zugabe des Enzyms Laktase). Die Ergebnisse waren nicht sehr beeindruckend: Bei einigen Probanden verbesserten sich die Symptome deutlich, bei anderen kaum oder gar nicht.

Die Erfahrung zeigt, dass auch die Milchzuckerintoleranz auf der Milcheiweißintoleranz beruht.

In der Praxis stellen wir fest, dass viele Patienten Milchzucker und Milcheiweiß verwechseln, obgleich es sich um zwei völlig unterschiedliche Substanzen handelt.
Milchzucker ist ein Pulver und schmeckt süß, während Milcheiweiß ein Eiweiß ist, das – wie das Eiklar eines Hühnereis – eine neutral schmeckende, verbundene Masse ist.

Dies zeigt sich auch chemisch:
Milchzucker besteht aus zwei Einfachzuckern, einer Verbindung aus Glukose und Galaktose.
Das Molekulargewicht liegt bei ca. 1.000 Einheiten für ca. 50 Atome.
Dagegen ist Milcheiweiß ein Riesenmolekül mit einem Molekulargewicht von bis zu -zig Millionen Einheiten für Millionen Atome.

Auszug aus einem Vortrag von Dr. med. A.H. Barth

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